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Wehrbauten und Burgen

Bauten der städtischen Fortifikation

Bild [1]: Sturm auf die Wehrmauer, 12. Jh.

III.1 Wehrbauten - Einleitung1

Das mittelalterliche Leben wurde häufig durch Auseinandersetzungen, Fehden und Kriege geprägt. Auch die Städte jener Zeit wurden immer wieder in Konflikte verwickelt und durch Aggressoren bedroht. Um diesen Feinden bestmöglich begegnen und deren Angriffe abzuwehren zu können, investierten die Stadtbürger viel Wirtschaftskraft und Engagement in die Errichtung aufwändiger Wehranlagen.

Eine wichtige Voraussetzung der erfolgreichen Stadtverdeidigung war die Umfassung des Stadtraumes mit einem Verteidigungsring - der Stadtmauer - die zugleich auch die Grenze des "Rechtsraumes Stadt" definierte. Um diese Grenze passierbar zu machen, sie aber im Angriffsfalle auch gegen die Feinde verteidigen zu können, wurden mächtige Torbauten im Mauerkranz errichtet. Zusätzlich wurden oftmals weitere Türme an der Statmauer zu Beobachtungs- und Verteidigungszwecken errichtet. Nachdem ab dem 14. Jahrhundert Feuerschusswaffen Verbreitung fanden, wurden die Stadtmauern oftmals durch Kasematten (vor Beschuss schützende Verteidigungsgänge) ergänzt. ...

 

Begriff Kurzerläuterung
   
Kasematten Kasematten sind Teil von Festungsanlagen (in der Bauteiltypologie).
Mauertürme An die Stadtmauer angebaute oder aufgesetzte Wach- und Verteidigungstürme
Stadtmauer Eine die mittelalterliche Stadt umgebende Befestigungsanlage
Stadttor wesentliches Bauteil der Stadtmauer

 


Anmerkungen und Abbildungsverzeichnis

1 Der folgende Text leitet die zusammengetragenen Fachartikel ein und wird stetig mit der wachsenden Anzahl der hier publizierten Beiträge erweitert.

Bild [1]: Sturm auf die Wehrmauer (Ausschnitt), nach einem Bild in der Handschrift des Hortus deliciarum der Herrad von Landsperg, 12. Jh.

Autorengruppe: Projektleitung letzte Aktualisierung dieser Seite: 21. März 2017
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: JJ01-001

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